East Africa Foods

Direkter Marktzugang ohne Zwischenhandel ermöglicht höhere Einkommen für Bauern und Kleinhändlern.
Ein Drittel dessen, was unsere Bauern anbauen, landet nie auf einem Teller. Das ist kein landwirtschaftliches Problem, sondern ein Infrastrukturproblem. Wir haben EA Foods gegründet, um Lebensmittel effizient vom Feld ins Regal zu bringen.
Elia Timotheo
Elia Timotheo, Gründer & CEO

Wie East Africa Foods (EA Foods) Impact erzielt:

Herausforderung

In Tansania betreiben über 80 % der Bauern kleine Höfe, und die meisten verdienen weniger als 3 US-Dollar am Tag. Ohne geeignete Lager, Schulungen und verlässlichen Marktzugang verdirbt fast die Hälfte ihrer Ernte. Zwischenhändler beherrschen die Wertschöpfungskette und zahlen am Erntetag niedrige Preise. Gleichzeitig kämpfen informelle Händler mit schwankender Qualität und unzuverlässiger Versorgung.

Lösung

EA Foods betreibt ein durchgängiges Logistiksystem mit ländlichen Sammelstellen. Dort erhalten die Bauernfamilien Schulungen, faire Preise und am selben Tag ihr Geld per Handy. Eigene Lastwagen bringen die Ernte in eine Anlage in Dar es Salaam, wo sie sortiert, verarbeitet und direkt an Händler, Supermärkte, Hotels und Restaurants geliefert wird. Da EA Foods die ganze Kette betreibt, entfallen Zwischenhändler, und die Verluste nach der Ernte sinken.

Impact

EA Foods arbeitet mit mehr als 10’000 Kleinbauern und 7’000 Händlern in Tansania und Kenia, dem ersten Auslandsmarkt, und liefert täglich über 4’000 Bestellungen aus. Die Bauernfamilien verdienen deutlich mehr als bei Zwischenhändlern, profitieren von stabiler Nachfrage und erhalten landwirtschaftliche Schulungen. Das Unternehmen ist bereits operativ profitabel und zeigt, dass eine formelle Lebensmittelversorgung in Ostafrika tragfähig ist und Wirkung entfaltet.

Gründer

Elia Timotheo wuchs in Tansania in einer Unternehmerfamilie auf und erlebte mit, wie seine Mutter ein Lebensmittelunternehmen aufbaute und führte. Seine Mission nahm Gestalt an, als er aus nächster Nähe sah, mit welchen Herausforderungen Kleinbauern konfrontiert waren: Sie produzierten Lebensmittel, hatten aber kaum Zugang zu verlässlichen Absatzmärkten, während Konsumenten mit hohen Preisen und einer unregelmässigen Versorgung zu kämpfen hatten.

2013 gründete er EA Foods, um diese Lücke zu schliessen. Gemeinsam mit CFO Diana Michael baute er das Unternehmen zu einem technologie- und datengestützten Lebensmittelvertrieb aus, das Bauern über Beschaffung, Logistik, Lagerung und Verarbeitung mit Märkten verbindet. Heute geht EA Foods über den Vertrieb hinaus und schafft die physische und digitale Infrastruktur, die nötig ist, um Lebensmittelverluste zu senken, die Einkommen der Bauern zu verbessern und Afrikas Lebensmittelversorgungskette effizienter, widerstandsfähiger und skalierbarer zu machen.

Mehr zur Finanzierungsrunde über USD 40 Mio., mit der das Unternehmen die physische und digitale Infrastruktur für Lebensmittel-Lieferketten in Afrika ausbauen wird (Oktober 2026, Englisch).

Was uns an EA Foods überzeugt

Der Weg vom Feld auf den Markt ist in Ostafrika seit Langem ineffizient. EA Foods ändert das mit einem eigenen Modell und expandiert nun in der ganzen Region.

Die ganze Kette im Blick

Von der Schulung auf dem Feld bis zur Lieferung vor die Tür steuert EA Foods jeden Schritt selbst. Das macht das Modell effizient und schwer kopierbar.

Bauern als Geschäftspartner

EA Foods zahlt 20–60 % über dem Marktpreis, schult die Bauernfamilien und garantiert die Abnahme. Sie verhandeln, investieren in ihr Land und schicken ihre Kinder zur Schule.

Wachsende Marktpräsenz

Von Tansania bis Kenia verbindet EA Foods heute mehr als 28’000 Kleinbauern mit über 10’000 städtischen Detailhändlern.

Mich beeindrucken der Einsatz und die Umsetzungsstärke von Elia und Diana. Für ein strukturelles Problem, die Abhängigkeit tansanischer Bauernfamilien von Zwischenhändlern, haben sie eine einfache und wirksame Lösung entlang der ganzen Kette gefunden.
Marcin Stryczek
Marcin Stryczek, Director

Die Geschichte einer Kartoffelbäuerin

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Heute habe ich meinen eigenen kleinen Lebensmittelladen, den ich mit dem Erlös aus meiner Ernte eröffnet habe.
Teddy Sumaye, eine Kartoffelbäuerin in Njombe, Tansania